Pflanzliche Potenzmittel
Wir alle haben sie belächelt, die „Spanische Fliege“.
Ihre Wirkungsweise hat uns fasziniert. Sie solle die Lust steigern und vor allem frei von Nebenwirkungen sein, da sie auf rein pflanzlicher Basis basiert. Leider waren ihre Erfolge doch eher mäßig. Als der Sexgott unsere Gebete erhört hat und uns Viagra vom Himmel schickte, kamen pflanzliche Präparate gänzlich aus der Mode. Schließlich versprachen uns die chemischen Luststeigerung eine fast 100% Wirkung. Jeder hatte schon mal von einem gehört, der mindestens 5 Stunden lang seine Freundin beglückt hatte. Oder von jemanden dessen Ehe durch eine kleine blaue Pille gerettet wurde. Also warum sollte ich mich für ein pflanzliches Präparat entscheiden? Mir garantiert keiner einen Erfolg, ich kenne das genaue Wirkprinzip eines Pflanzlichen Medikamentes nicht. Und was mache ich wenn ich trotzdem im Bett versage?
Bei den pflanzlichen Potenzmitteln gibt es keine Belastung für den Körper, die chemischer Natur sind. Des Weiteren haben diese Potenzverstärker die Eigenschaft, dass sie leichter über den anabolen Stoffwechsel ab zu bauen sind. Bei Chemie jeder Art kommt es immer zu Belastungen der Leber und der Nieren. Es kann zu Wechselwirkungen mit andern Medikamenten kommen. Und jede Wechselwirkung oder unerwünschte Nebenwirkung kann einem die Lust am Sex auch vergehen lassen. Das hat dann allerdings nichts mehr mit einer erektilen Dysfunktion oder allgemein gesagt Impotenz zu tun. Pflanzliche Lustvergrößerer gibt es schon seit Menschengedenken. Schließlich war das oberste Ziel unserer Vorfahren die Fortpflanzung. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit gewinnt BIO immer mehr an Bedeutung. Wer etwas auf seine Gesundheit gibt und es sich leisten kann, greift zu Bioprodukten. Warum also nicht auch bei Potenzmittel? Die aphrodisierende Wirkung von Lebensmittel ist hinlänglich bekannt, sind es nun Austern oder Chilis. Eines der ältesten Potenzverstärker ist Ginseng. Seine Inhaltsstoffe erhöhen nicht nur die Gedächtnisleistung, sondern und im speziellen die Sexleistung, was wiederum wissenschaftlich bewiesen ist. Doch nicht jeder sollte bei einem Hänger gleich zu einem Mittelchen greifen. Im Vorfeld einer jeden Therapie, egal ob auf chemischer oder pflanzlicher Basis, sollte ein Arzt zur Abklärung der Symptome konsultieren. Schließlich sind die Gründe für einen Hänger so unterschiedlich wie bei Kopfschmerzen. Mittlerweile gibt es pflanzliche Potenzmittel auf dem Markt, die in den Anforderungen, die gestellt werden, den chemischen in nichts nachsteht. Sie wurden in Feldstudien getestet, ihre Verträglichkeit sowie ihr Wirkungsprinzip hinlänglich erprobt. Also sollte die Frage nicht heißen, warum pflanzlich, sondern warum chemisch etwas gegen meine Erektionsprobleme tun. Sie schießen ja auch nicht mit einem Schrotgewehr auf Mücken.



